MeinungUnion und SPDDer derzeit härteste Gegner der Bundesregierung ist sie selbst

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Kommentar von Nicolas Richter

Lesezeit: 2 Min.

Hatte beim Sommerinterview interessante Erklärungen für die Probleme seiner Koalition parat: Bundeskanzler Friedrich Merz.
Hatte beim Sommerinterview interessante Erklärungen für die Probleme seiner Koalition parat: Bundeskanzler Friedrich Merz.
Michael Kappeler/Michael Kappeler/dpa

Das Bündnis regiert eigentlich gar nicht schlecht. Nur leider ist es auch ganz gut darin, sich selbst die Stimmung zu verderben, wie das Beispiel der gescheiterten Richterwahl zeigt.

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Bei Asterix gibt es eine zeitlos schöne Szene, in der Piraten so heftig miteinander streiten, dass sie ihr eigenes Schiff versenken. Der Piratenchef klammert sich an ein Stück Holz und ruft seinen Mitstreitern sinngemäß zu: „Großartig, Jungs, wir brauchen die Gallier nicht mehr. Wir schaffen es auch allein, uns lächerlich zu machen.“ Als Kanzler Friedrich Merz jüngst beim ARD-„Sommerinterview“ erschien, schwamm er dabei zwar nicht in der Spree, erinnerte aber an den glücklosen Piratenkapitän: Nach der gescheiteren Richterwahl im Bundestag herrscht der Eindruck, die schwarz-rote Koalition habe ein Leck ins eigene Schiff geschlagen.

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