Friedrich Merz wurde am 6. Mai 2025 zum Bundeskanzler gewählt. Das ist weniger als ein Jahr her, auch wenn man das Gefühl hat, die vorzeitig abgesetzte Scholz-Habeck-Lindner-Aufführung liege viel weiter in der Vergangenheit. Wenn man optimistisch annimmt, die aktuelle schwarz-rote Regierung werde vier Jahre durchhalten, dann hat sie jetzt in ihrem politischen Lebenszyklus ungefähr die Pubertät erreicht. Manches an ihrem Handeln und noch mehr an ihrem Auftreten erweckt den Eindruck, als wisse sie nicht so genau, was gerade mit ihr geschieht und wohin sie sich entwickeln wird.
MeinungSchwarz-RotWenn die Regierung vier Jahre in der Pubertät bleiben will, wird sie nicht halten
Kommentar von Kurt Kister
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Bitte nicht mehr „Bullshit“ sagen: die SPD-Vorsitzende Bärbel Bas neben Lars Klingbeil, Friedrich Merz und Markus Söder (von rechts) nach dem Koalitionsausschuss am Mittwoch.
Bernd Elmenthaler/ESDES.Pictures/IMAGOWird in der SPD eine Reform der Erbschaftsteuer verlangt, revanchiert man sich in der Union und will an das Recht auf Teilzeit ran. Für die Wähler ist es schwer, das Gemeinsame zu erkennen, gar zu fühlen. Streit um der Profilierung willen hilft nicht den Streitenden.
