MeinungLars KlingbeilDer Finanzminister versucht’s mit Streicheln, Triezen, Tünchen

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Kommentar von Claus Hulverscheidt

Lesezeit: 2 Min.

Er raunte nur, aber er sagte nicht klar, was er meinte: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil am Sonntag im ZDF.
Er raunte nur, aber er sagte nicht klar, was er meinte: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil am Sonntag im ZDF.
Foto: Axel Heimken/ZDF/dpa

Er hat ja recht: Steuererhöhungen können mehr Gerechtigkeit bewirken und Haushaltslöcher schließen. Aber nur, wenn es denn die richtigen sind.

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Die SPD-Seele streicheln, den Koalitionspartner triezen, die eigene Planlosigkeit übertünchen: Das ist der etwas schiefe Dreiklang, der nach dem jüngsten Sommerinterview des Bundesfinanzministers durch Berlin hallt. In dem Gespräch hatte Lars Klingbeil zum wiederholten Male geraunt, er schließe zum Stopfen von Haushaltslöchern auch Steuererhöhungen nicht aus. Das reichte, um die Union und einige leicht erregbare Wirtschaftsverbände in Wallung zu versetzen, obwohl es bisher nicht den kleinsten Hinweis darauf gibt, dass sich hinter den Worten auch ein Konzept verbirgt.

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