MeinungBuchhandelDie Leute lesen weniger – und das muss alle beunruhigen

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Kommentar von Marie Schmidt

Lesezeit: 2 Min.

Wer liest, weiß auch in Krisensituationen wie einer Pandemie mehr und ist resilienter.
Wer liest, weiß auch in Krisensituationen wie einer Pandemie mehr und ist resilienter. Hendrik Schmidt/dpa

Der Umsatz der Branche ist in Deutschland im Vergleich zum Jahr 2024 um 2,9 Prozent gesunken. Das ist keine Kleinigkeit. Wenn Menschen weniger Bücher haben wollen, hat das gesellschaftliche und politische Folgen.

Der Untergang der Buchkultur wird seit Jahrzehnten vorhergesagt und dann doch immer wieder verschoben. Aber die Anzeichen mehren sich. Für das Jahr 2025 vermeldet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels: Der Umsatz ist im Vergleich zum Jahr 2024 um 2,9 Prozent gesunken, im Buchhandel um die Ecke, aber auch im Bahnhof, der Drogerie, im Kaufhaus und Versandhandel. Und auch die Zahl der verkauften Bücher sinkt. Das geht mit dem allgemein schlechten Konsumklima im Einzelhandel einher. Es ist aber auch ein sich seit Jahren abzeichnender Trend: Die Deutschen wollen weniger Bücher haben, und sie lesen weniger. Das ist keine Kleinigkeit, es besagt, dass die Bereitschaft sinkt, sich mit Ideen anderer Menschen konzentriert zu beschäftigen. Mit allen gesellschaftlichen und politischen Folgen.

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