Es war ein Ökonom der US-Bank Goldman Sachs, der die Abkürzung 2001 erfand: Jim O’Neill fasste die aufstrebenden Wirtschaftsnationen Brasilien, Russland, Indien und China als „Bric“ zusammen. Das s kam 2011 mit Südafrika hinzu, da trafen sich die Staats- und Regierungschefs schon zum dritten Mal. Eigene Institutionen gibt es nicht, der Vorsitz wechselt jährlich unter den Mitgliedern. 2026 koordiniert Indien den Austausch zu den Themenfeldern Politik und Sicherheit, Wirtschaft und Finanzen sowie den Austausch zwischen den Bürgern. Konkrete Ergebnisse liefern die Brics-Treffen selten, aber sie senden Signale aus: Diese Gruppe setzt ein Gegengewicht zu den USA und Europa und wird immer attraktiver. 2024 kamen Iran, Ägypten, Äthiopien und die Vereinigten Arabischen Emirate hinzu, Anfang 2025 auch Indonesien. Beim Gipfel in Rio de Janeiro im Juni 2025 wurde bekannt, dass neben Thailand, Nigeria und Malaysia auch das Nato-Mitglied Türkei beitreten will. Drei Dinge fallen also auf: Das Gewicht der Brics nimmt global zu, durch die wachsende Zahl an Mitgliedern steigt das interne Konfliktpotenzial und niemand wird wohl eine neue, ähnlich eingängige Abkürzung für die Gruppe finden.
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Diese Gruppe setzt ein Gegengewicht zu den USA und Europa und wird immer attraktiver. 2026 koordiniert Indien den Austausch zu Themenfeldern wie Politik und Sicherheit, Wirtschaft und Finanzen.
Von Matthias Kolb
