Wälder brennen, Flüsse trocknen aus – Europa erlebt gerade einen Vorgeschmack auf die üblen Folgen des Klimawandels. Umso drängender ist es, den Ausstoß an Treibhausgasen zu senken. Die schwarz-grüne Landesregierung in Nordrhein-Westfalen beschloss schon vor vier Jahren, dass früher Schluss sein soll mit einer besonders klimaschädlichen Art der Stromerzeugung: mit Braunkohlekraftwerken. Am vergangenen Wochenende stand eigentlich ein wichtiger Termin für diesen Plan an. Das Bundeswirtschaftsministerium sollte bis dahin entscheiden, ob der vorgezogene Ausstieg vertretbar oder zu riskant ist. Doch das Ministerium von Katherina Reiche hegt offenbar Zweifel und verschiebt deshalb diesen Beschluss. Das lässt nichts Gutes ahnen.
MeinungEnergiewendeDeutschlands Abhängigkeit von der Kohle ist ein Desaster

Kommentar von Björn Finke

Die Braunkohle aus dem Tagebau Garzweiler westlich von Köln wird im RWE-Kraftwerk Neurath (im Hintergrund) verfeuert.
Marius Becker/Marius Becker/dpaNordrhein-Westfalen will die klimaschädlichen Braunkohlekraftwerke abschalten, doch der Plan ist in Gefahr. Das liegt auch am Atomausstieg.
