MeinungBrasilienDer neugierige Herr Bolsonaro

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Kommentar von Jan Heidtmann, Buenos Aires

Lesezeit: 1 Min.

Da war die Fußfessel noch ganz: Der ehemalige brasilianische Präsident Jair Bolsonaro im September am Eingang seines Hauses, in dem er unter Hausarrest stand.
Da war die Fußfessel noch ganz: Der ehemalige brasilianische Präsident Jair Bolsonaro im September am Eingang seines Hauses, in dem er unter Hausarrest stand. Luis Nova/dpa

Weil er erfolglos seine Fußfessel manipuliert hat, wurde der Ex-Präsident nun in Haft genommen. Das klingt fast mitleiderregend, doch Bolsonaro ist immer noch einer der einflussreichsten Politiker der extremen Rechten.

Es ist eine schon fast bemitleidenswerte Szene: Da sitzt ein älterer Herr im Hausarrest, und weil er das nicht mehr aushält, macht er sich an seiner Fußfessel zu schaffen. Mit einem Lötkolben soll der 70-Jährige das Gerät bearbeitet haben, Fotos zeigen es schwer lädiert. Schließlich nimmt ihn die Polizei in Haft. Doch es ist wie so oft bei Jair Bolsonaro: Sein immer wieder ungelenkes Gebaren täuscht hinweg über seine Gefährlichkeit. Der rechtsextreme Ex-Präsident Brasiliens ist immer noch eine der wichtigsten Stimmen in der Politik des Landes. Dass er nach seiner Manipulation der Fußfessel nun in Haft genommen wurde, ist da nur angemessen.

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:Lötkolben

Brasiliens Ex-Präsident Jair Bolsonaro hat zugegeben, seine Fußfessel mit einem Lötkolben bearbeitet zu haben. Mit einem Schweißgerät wäre er womöglich weiter gekommen.

Von Kai Strittmatter

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