MeinungKatherina Reiche und Lars KlingbeilIst diese Regierung eigentlich noch bei Trost?

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Kommentar von Daniel Brössler

Lesezeit: 2 Min.

Lars Klingbeil hat viele Vorschläge zur Senkung der Spritpreise gemacht, die Wirtschaftsministerin Katherina Reiche so gar nicht gefallen.
Lars Klingbeil hat viele Vorschläge zur Senkung der Spritpreise gemacht, die Wirtschaftsministerin Katherina Reiche so gar nicht gefallen. Carsten Koall/picture alliance/dpa

Die Wirtschaftsministerin attackiert den Finanzminister, der sich als Schutzmacht der Spritpreisgeschädigten inszeniert. Wer mitten in einer hochgefährlichen Weltlage den Koalitionsstreit eskaliert, weiß nicht, was er tut.

Als sich Bundeskanzler Friedrich Merz am Donnerstag aus der Osterpause zurückmeldete, tat er es in einer Mischung aus Machtwort und Beschwörung. Finanzminister Lars Klingbeil von der SPD und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU forderte er auf, sich zusammenzuraufen. Von beiden erwarte er gemeinsame Vorschläge im Bemühen, die Folgen der hohen Energiepreise für die Bevölkerung zu dämpfen. Beschwörend klang der Kanzler in dem Teil seiner Ausführungen, die der Suche nach einer Friedenslösung mit Iran gewidmet waren. Seinen angemessen vorsichtigen Optimismus verband er mit der Hoffnung auf eine Stabilisierung auf den Energiemärkten, die der Koalition drastischere Eingriffe ersparen würde. Mit dem vorläufigen Abbruch der amerikanisch-iranischen Verhandlungen hat sich diese Hoffnung erst einmal zerschlagen.

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