MeinungBelgienJetzt bitte keine Kompromisse mehr

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Kommentar von Josef Kelnberger, Brüssel

Lesezeit: 1 Min.

Konservativer Wahlsieger und N-VA-Chef Bart De Wever: Endlich steht die belgische Regierung.
Konservativer Wahlsieger und N-VA-Chef Bart De Wever: Endlich steht die belgische Regierung. DIRK WAEM/AFP

Schon wieder hat es acht Monate gedauert, bis Belgien eine neue Regierung hat. Ist das hoch verschuldete, gelähmte Land ein hoffnungsloser Fall? Warum das nicht so sein muss.

Der „compromis à belge“, der belgische Kompromiss, wird häufig als Vorbild für die Europäische Union genannt. Tatsächlich ist diese vermeintliche Kompromisskultur, erzwungen durch den Konflikt zwischen Flamen und französischsprachigen Wallonen, Ausdruck einer existenziellen Krise. Jede Gruppe denkt an sich selbst zuerst – und zuletzt an den gemeinsamen Staat. Aber kein Staat kann es sich auf Dauer leisten, dass nach Wahlen viele Monate oder gar ein ganzes Jahr vergeht, bis eine neue Regierung steht.

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