Eine jähe Betriebsstörung meines kardiovaskulären Systems hat mir kürzlich die Gelegenheit geboten, in der Intensivstation eines Spitals ungestört darüber zu grübeln, warum ich schon lange ein Ressentiment gegen die Unsterblichkeit hege. Man glaube mir, dass es nichts mit einer aparten Vorliebe für Untergang, Tod und andere volkstümliche Themen der österreichischen Literatur zu tun hat. Ganz im Gegenteil, ich bin ein bekennender Liebhaber des Lebens und geradezu religiöser Anhänger des Alltags.
MeinungMenschheitWenn es um den Tod geschehen ist
Kolumne von Karl-Markus Gauß
Lesezeit: 4 Min.

Einer hat sich schon vor 56 Jahren einfrieren lassen. Andere wollen die Lebenserwartung praktisch verdoppeln. Und wiederum andere arbeiten am ewigen Leben, auf Erden. Ganz schlechte Idee.
