MeinungBayernGestern noch Döner-Söder, heute ernsthafter Staatsmann?

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Kommentar von Thomas Balbierer

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Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern, hat vor, sich jetzt öfter mal im Bayerischen Landtag zu zeigen, um zuzuhören.
Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern, hat vor, sich jetzt öfter mal im Bayerischen Landtag zu zeigen, um zuzuhören. Peter Kneffel/dpa

Bart ab, Krawatte an. Dass der CSU-Chef in Not ist, zeigt sich schon optisch. Jetzt fordert sein Vize Manfred Weber in einem Brief an Parteifreunde auch noch eine programmatische Debatte. Das kann nur ein Anfang sein.

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So hat man Markus Söder selten erlebt. Vergangene Woche saß Bayerns Ministerpräsident stundenlang im Landtag und hörte nach seiner Regierungserklärung brav den Abgeordneten zu. Er sei jetzt öfter hier, versicherte der Ministerpräsident, was tatsächlich eine Nachricht ist. Und er wolle künftig darauf achten, dass sein Stil „der Lage unserer Demokratie angemessen“ ist – was die größere Nachricht ist. Der sonst so kraftstrotzende, mit provokanter Selbstgewissheit ausgestattete Ellbogenpolitiker wirkte für einen Moment wie ein Schüler, der nach einem Anschiss vom Klassenlehrer Besserung gelobt. Der Namensgeber der eingetragenen Marke „Söder Kebab“ (Registernummer 302024008374) will nun seriös sein. Bart ab, Krawatte an.

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