Noch fehlen die endgültigen Zahlen dazu, wie sich die Mandate nach den Kommunalwahlen in Bayern auf Männer und Frauen verteilen. Und doch lässt sich aufgrund einiger Stichproben schon sagen: Bayern hat ein Frauenproblem, politisch gesprochen. Wieder einmal. Immer noch. Immer noch treten zu wenige Frauen an, immer noch bewerben sich zu wenige Frauen vor allem um Spitzenämter. Und immer noch werden zu wenige Frauen gewählt: Zwölf von 60 im Kreistag von Cham, zwölf von 44 im Stadtrat von Bayreuth, null von 14 im Gemeinderat von Breitenberg. Gerade einmal 20 Prozent Frauen bewarben sich um die kommunalen Spitzenämter, als Landrätinnen oder Oberbürgermeisterinnen. Noch weniger als vor sechs Jahren.
MeinungKommunalwahlenBayern hat ein Frauenproblem in der Politik

Kommentar von Katja Auer
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Vier von fünf Personen, die sich um ein Landrats- oder Oberbürgermeisteramt beworben haben, waren Männer. Auch in den Gemeinderäten geht es kaum voran für die weibliche Hälfte der Bevölkerung. Das ist nicht egal. Man kann sogar etwas tun.
