Das dickste Geburtstagsgeschenk sollte 2026 von Markus Söder kommen. 3000 Euro Kinderstartgeld hatte er noch im Juni allen Sprösslingen in Bayern zu ihrem ersten Geburtstag versprochen. Nur noch halb so viel, wie das Familiengeld in den Jahren zuvor, aber doch genug, um Kinderwagen, Stühlchen oder Autositze rückwirkend zu finanzieren oder eine etwas längere Auszeit für die Eltern. 2018 hatte Bayern das Familiengeld anstatt der einst vom Verfassungsgericht gekippten Herdprämie eingeführt. In sechs Wochen wäre das neue Kinderstartgeld angelaufen. Dass das groß angelegte Geldverschenken in Bayern nach acht Jahren plötzlich doch endgültig endet, ist eine gute Nachricht – in dieser Kurzfristigkeit aber politischer Leichtsinn.
MeinungFamilienpolitik:Söder gibt das Prinzip Gießkanne auf, geht aber sehr leichtsinnig dabei vor

Kommentar von Nina von Hardenberg
Lesezeit: 1 Min.

Der bayerische Ministerpräsident verteilt nun doch kein Geld mehr an junge Familien, sondern steckt es in die Kitas. Auch wenn diese Entscheidung richtig ist, von ihm hätte man ein schlaueres Vorgehen erwartet.

Kabinettsbeschluss:3000 Euro weniger: Bayern kippt geplantes Kinderstartgeld
Kein Familiengeld, kein Krippengeld und jetzt auch nicht mehr die versprochenen 3000 Euro zum ersten Geburtstag. Die bayerische Staatsregierung streicht die Hilfen für Familien zusammen. Das Geld soll direkt in die Kitas fließen.
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