Bildungsgerechtigkeit:Bayern gibt seinen Schülern zu wenige Chancen

Lesezeit: 1 min

Kinder in Bayern haben, bis sie neun Jahre alt sind, Zeit, sich in ihrem Schulsystem zu bewähren. (Foto: Sven Hoppe/dpa)

Das dreigliedrige Schulsystem und die kurze Grundschule belasten vor allem die Kinder, die von zu Hause nicht die besten Voraussetzungen mitbringen. Das muss diskutiert werden.

Kommentar von Kathrin Müller-Lancé

Nein, das Gymnasium ist bestimmt nicht für alle Kinder die richtige Schulform, und nicht jede und jeder muss Abitur machen und studieren. Trotzdem wäre es wünschenswert, wenn alle jungen Menschen die Chance dazu hätten, unabhängig davon, aus welcher Familie sie kommen. Wie eine Studie des Ifo-Instituts zeigt, ist das in Deutschland nicht der Fall. Nach wie vor hängt der Bildungserfolg von Kindern maßgeblich vom Geldbeutel und dem Bildungsstand der Eltern ab. Und die Bildungschancen unterscheiden sich auch zwischen den Bundesländern: In Bayern zum Beispiel wirken sich benachteiligte Verhältnisse deutlich stärker aus als in Berlin oder Brandenburg.

Zur SZ-Startseite

Marina Weisbands Schulprojekt
:Wider die "erlernte Hilflosigkeit"

Mitbestimmung ist im Schulsystem eher nicht vorgesehen. Wie also lässt sich dort überhaupt Demokratie erfahren? Marina Weisband hat da ein paar digitale (aber auch analoge) Ideen.

Rezension von Kathrin Müller-Lancé

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: