MeinungBahn-SabotageDie Täter unbekannt, die Wirkung enorm

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Kommentar von Constanze von Bullion

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Am Samstag strandeten zahllose Fahrgäste, weil ein Sabotageakt große Teile des Streckennetzes vorübergehend lahmgelegt hatte. Nur: warum?
Am Samstag strandeten zahllose Fahrgäste, weil ein Sabotageakt große Teile des Streckennetzes vorübergehend lahmgelegt hatte. Nur: warum? Bodo Marks/dpa

Offenbar weiß niemand, wie sich das Land effektiv gegen Sabotageakte auf die Infrastruktur schützen lässt. Im Fall des Bahn-Ausfalls in Norddeutschland stellt sich noch eine andere Frage.

Sabotage, das klingt nach Agentenroman, nach einem Begriff aus dem Geschichtsbuch. Sabotiert, also vorsätzlich sachbeschädigt, wurden auch Maschinen in den Arbeitskämpfen des frühen 20. Jahrhunderts. Sabotage warfen Ost-und Westdeutschland einander in der Zeit des Kalten Krieges vor, als zwei deutsche Staaten einander zu destabilisieren suchten. Heute kommt die Sabotage leiser daher, mit Schadsoftware im Netz - oder wie jetzt geschehen bei Nacht mit Seitenschneider und Säge. Der gesamte norddeutsche Bahnverkehr wurde am Wochenende stillgelegt, weil sensible Kabelsysteme gezielt zerstört wurden. Die Täter: bisher unbekannt. Die Wirkung: enorm. Die Sabotage der Gegenwart wirkt durch innere Verunsicherung.

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