Dafür, dass sich die deutsche Autoindustrie jahrzehntelang für das Maß aller Dinge gehalten hat, fallen ihre Tabus gerade ziemlich schnell. Hätte man Automanager in Wolfsburg oder Stuttgart noch vor ein paar Jahren gefragt, ob sie ins Rüstungsgeschäft einsteigen würden – die Antwort wäre wohl so ausgefallen: Wir bauen Autos und sind für Frieden; mit Waffen haben wir nichts zu tun. Autobauer standen schließlich immer für PS, Mobilität, Freude am Fahren. Panzer haben zwar auch PS, sind aber doch etwas ganz anderes.
MeinungIndustrieIn der Krise wächst die Verzweiflung der Autobauer
Kommentar von Thomas Fromm
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Sie waren mal so stolz, so reich und so überheblich. Nun können deutsche Hersteller sich plötzlich vorstellen, in die Rüstung einzusteigen oder Werke an chinesische Konkurrenten abzugeben. Was für eine Machtverschiebung.
