GeschichtsbildAttentat am Washington Hilton

Der letzte Moment vor den Schüssen: US-Präsident Ronald Reagan verlässt am 30. März 1981 um 14.27 Uhr das Washington Hilton.
Der letzte Moment vor den Schüssen: US-Präsident Ronald Reagan verlässt am 30. März 1981 um 14.27 Uhr das Washington Hilton. HANDOUT/AFP

Zum zweiten Mal der Schauplatz des Versuchs, den Präsidenten zu ermorden: 1981 ging es zumindest für Ronald Reagan glimpflich aus, am vergangenen Samstag kamen Donald Trump und alle um ihn herum unversehrt davon.

Von Detlef Esslinger

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Ein Wimpernschlag nach dieser Aufnahme, und vier Männer auf diesem Bild sind von Kugeln getroffen: Ein 25-Jähriger namens John Hinckley Jr. (hier nicht zu sehen) schießt am 30. März 1981 auf US-Präsident Ronald Reagan, der gerade winkend das Washington Hilton verlässt. Reagan wird glimpflich davonkommen. Ein Querschläger trifft seinen linken Lungenflügel, nach einer Not-OP ist er bald wieder gesund. Womöglich verdankt er sein Leben auch dem Secret-Service-Beamten Timothy McCarthy (rechts), der sich vor ihn wirft und im Bauch getroffen wird. McCarthy kann von den Ärzten ebenfalls wieder in sein altes Leben entlassen werden. Beim Polizisten Thomas Delahanty (links dahinter) geht die Kugel in den Nacken, er kann seitdem den linken Arm nicht mehr richtig benutzen. Besonders übel erwischt es Reagans Pressesprecher James Brady, den Mann mit der Halbglatze links hinter dem Präsidenten. Brady, 40, wird am Kopf getroffen, er bleibt lange im Gehen und im Sprechen sehr eingeschränkt. De jure ist Brady während Reagans gesamter Amtszeit dessen Sprecher – ohne je wieder arbeiten zu können. 2014 stirbt er an den Spätfolgen. Als Donald Trump am vergangenen Samstag nach dem versuchten Attentat im Washington Hilton zur Presse sprach, tat er dies im Presseraum des Weißen Hauses. Dieser heißt seit dem Jahr 2000: „James S. Brady Press Briefing Room“.

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