MeinungMigrationEuropa sitzt beim Thema Asyl in der Falle der Radikalen

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Kommentar von Stefan Kornelius

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Die beiden italienischen Lager zur Überprüfung der Asylberechtigung in Albanien werden in Betrieb genommen.
Die beiden italienischen Lager zur Überprüfung der Asylberechtigung in Albanien werden in Betrieb genommen. Florion Goga/REUTERS

Immer mehr Staaten suchen ihr Heil in der nationalen Migrationspolitik. Sie werden nicht weit damit kommen. Aber solange die Mitglieder der EU in einem Überbietungswettbewerb stecken, verpufft die Wucht der Gemeinschaft.

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Auf dem Weg zu einer neuen Migrationspolitik hat sich eine gefährliche Haltlosigkeit und Radikalität breitgemacht. Was von rechts und ultrarechts gerne mit Adjektiven wie „ungeordnet“ und „massenhaft“ in die Katastrophen-Liga hineininterpretiert wird, findet nun unter den weitgehend vernünftigen Entscheidungsträgern der europäischen Politik keinen Gegenpol mehr. Das letzte bisschen Geschlossenheit in der europäischen Migrations- und Asylpolitik schwindet, der im Asylkompromiss vorgezeichnete Plan verliert an Bedeutung. Der EU-Rat der Regierungschefs in dieser Woche wird diese Kakofonie spiegeln.

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