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Kommentar von Thomas Kirchner

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Neun Monate Haft auf Bewährung: der frühere CSU-Bundestagsabgeordnete Eduard Lintner am Mittwoch im Oberlandesgericht München.
Neun Monate Haft auf Bewährung: der frühere CSU-Bundestagsabgeordnete Eduard Lintner am Mittwoch im Oberlandesgericht München. Foto: Leonie Asendorpf/dpa

Das Regime von Aserbeidschan hat sich Bundestagsabgeordnete gekauft, damit diese die Autokratie dort öffentlich schönreden. Einer von ihnen tat nun unschuldig. Aber das Oberlandesgericht München hat ihm zu Recht nicht geglaubt.

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Das Urteil im Münchner Aserbaidschan-Prozess könnte deutsche Rechtsgeschichte schreiben. Zum ersten Mal wird hier ausführlich dargelegt, wie sich Bundestagsabgeordnete von einer fremden Macht „kaufen“ ließen, wie es wörtlich hieß. Das Regime Aserbaidschans nahm Geld in die Hand, um demokratische Entscheidungen auf dem Kontinent, die seinen Interessen zuwiderliefen, zu beeinflussen.

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Urteil im Aserbaidschan-Skandal
:„Es war klassischer Stimmenkauf“

Der frühere CSU-Politiker Eduard Lintner erhält neun Monate Haft auf Bewährung für die Bestechung der Bundestagsabgeordneten Karin Strenz. Die Politikerin handelte im Gegenzug im Interesse von Aserbaidschan.

SZ PlusVon Thomas Kirchner

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