Sozialpolitik:Deutschland hat ein Armutsproblem

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Sozialpolitik: Wer kein Obdach hat, ist arm. Klar. Aber gilt auch als arm, wer eine kleine Rente, aber ein Eigenheim hat?

Wer kein Obdach hat, ist arm. Klar. Aber gilt auch als arm, wer eine kleine Rente, aber ein Eigenheim hat?

(Foto: Sabine Gudath/imago images/Sabine Gudath)

Fast 14 Millionen Menschen leben unter dem Existenzminimum? Klingt erschreckend, stimmt aber so nicht. Und dieser Alarmismus schadet vor allem jenen, denen er eigentlich helfen soll: den Armen.

Kommentar von Roland Preuß

Es ist traurig, dass erst ein fragwürdiger Bericht über einen neuen "Armutsrekord" nötig war, damit wieder über die Menschen am Existenzminimum diskutiert wird. Der Paritätische Wohlfahrtsverband, von dem der Armutsbericht stammt, mag das als seinen Erfolg verbuchen, das Thema ist wieder da. Aber man sollte sich nicht täuschen: Dieser Alarmismus lässt die Menschen abstumpfen. Die Meldungen sind ja seit Jahren zu vernehmen, vergangenen Herbst fast wortgleich, als die Armutsquote angeblich um 0,2 Prozentpunkte stieg.

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