Es klingt recht vertraut: Ein geschürtes Meinungsklima in Funk und Fernsehen setze sich über die Mehrheit der Bevölkerung hinweg und benachteilige Meinungen, die nicht links seien. So ging in der sozialliberalen Ära der 1970er und 1980er die Theorie der „Schweigespirale“. Auf diese Weise, hieß es, würden CDU/CSU systematisch im öffentlich-rechtlichen „Rotfunk“ benachteiligt. Damit war nicht nur der bei den Konservativen besondere Wutgefühle hervorrufende WDR gemeint, sondern oft der ganze öffentlich-rechtliche Rundfunk.
MeinungÖffentlich-rechtlicher RundfunkARD und ZDF machen Fehler. Aber wer macht die nicht

Kommentar von Joachim Käppner
Lesezeit: 3 Min.

Vor ein paar Tagen haben die Schweizer erkannt, welchen Wert ein Rundfunk hat, der sich der Wahrheit verpflichtet fühlt. Zum Glück. An diesem Wert ändern auch spektakuläre Pannen nichts, an denen sich rechte Kulturkämpfer gerne berauschen.
