Gesellschaft:Apokalypse how

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Die Reiter der Apokalypse, dargestellt auf einem Relief in Limoges. Sie scheinen Schreckliches anzukündigen - obwohl Apokalypse im Grunde nur Enthüllung bedeutet. (Foto: mauritius images / Quagga Media)

Wilfried Hiller hat eine Endzeit-Oper komponiert. Nicht, um Angst zu machen. Sondern, um dagegen anzutreten.

Kolumne von Heribert Prantl

Wir erleben, wie sich Krise auf Krise türmt. Wir erleben, wie die Angst grassiert. Wir erleben, wie die politische Gestaltungskraft verkümmert. Wir erleben, wie der religiöse Trost immer löchriger wird. In einer wissenschaftlichen Studie wurden zehntausend junge Leute nach ihren Zukunftsvorstellungen befragt; mehr als die Hälfte von ihnen meint, die Menschheit sei dem Untergang geweiht; zwei Drittel ängstigen sich so, dass es ihr alltägliches Leben überschattet. Zu dieser Verschattung gehört, dass der Wunsch, Kinder zu bekommen, signifikant abnimmt. Die herrschende Grundstimmung läuft darauf hinaus, dass die Welt angesichts von Kriegen, Pandemien und Hungersnöten, angesichts von Terror, Klimakollaps und Überbevölkerung nicht zu retten sei.

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:Wie die Welt untergeht

Die Tage der Erde sind gezählt und das liegt nicht am Menschen. Wie wird das Ende ablaufen? Ein Blick in eine Zukunft, die ganz sicher apokalyptisch wird.

Von Christian Weber

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