Die Reporterin berichtete von verheerenden Bränden, die sich lodernd durch Felder und Wälder fraßen, nahe an alte Dörfer und neue Feriensiedlungen vordrangen, des Nachts die Insel mit flackerndem Feuerschein erhellten und tagsüber den Himmel mit Rauch verdüsterten. Die Kamera zeigte Einheimische, die ihre Häuser auf Rhodos verließen, mit schweren Koffern, in denen ihre Vergangenheit und Zukunft steckte; und sie begleitete Touristen, die von Hilfskräften weggebracht wurden oder sich selbst auf den Weg machten, um irgendwie den Flughafen zu erreichen und nach Hause ausgeflogen zu werden. Der Moderator ließ die Reporterin dies und das erzählen, um endlich zu der Frage zu gelangen, auf die jeder Bericht aus einer Region, in der es brennt oder bebt, unweigerlich zuläuft: Müssen wir mit noch mehr Opfern rechnen?
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Kolumne von Karl-Markus Gauß
Lesezeit: 4 Min.

Die Frage, auf die jeder Bericht aus einer Region, hier Rhodos, in der es brennt oder bebt, unweigerlich zuläuft: Müssen wir mit noch mehr Opfern rechnen?
Angelos Tzortzinis/AFPDas Ende ist offenbar nahe, und auf unterschiedlichste Weisen gehen die Menschen damit jetzt um. Manche lassen es aber auch bleiben.
