MeinungAnne SpiegelWarum die Ministerin gehen sollte

Kommentar von Angelika Slavik

Lesezeit: 2 Min.

Anne Spiegel versucht, ihr Amt als Bundesfamilienministerin zu retten - und führt private Belastungen ins Feld. Egal, wie man ihre Verteidigungsstrategie bewertet: Sie hat gezeigt, dass sie für den Job nicht geeignet ist.

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Es war in vielerlei Hinsicht ein harter Auftritt, den Anne Spiegel am Sonntagabend hingelegt hat. Die Familienministerin, nicht nur politisch, sondern emotional sichtlich angeschlagen, machte gesundheitliche Probleme ihres Mannes öffentlich. Dieser habe 2019 einen Schlaganfall erlitten und müsse seither Stress vermeiden, sagte sie. Zudem hätten ihre vier kleinen Kinder die Corona-Pandemie nicht gut weggesteckt. Und obwohl sie die Absprache gehabt hätten, die Privatsphäre der Familie zu schützen, wolle sie das nun öffentlich machen - um zu erklären, warum die Familie Urlaub nötig gehabt habe. Und warum sie deshalb im vergangenen Sommer vier Wochen nach Frankreich gefahren ist, trotz der Flutkatastrophe in der Heimat.

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Bundesfamilienministerin Anne Spiegel
:"Ich mache jetzt einen ungewöhnlichen Schritt"

In einem emotionalen Statement und mit intimen Einblicken in ihr Familienleben rechtfertigt Familienministerin Spiegel ihren vierwöchigen Urlaub nach der Flutkatastrophe im Sommer 2021. Die Diskussion um sie dürfte damit nicht beendet sein.

SZ PlusVon Kassian Stroh

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