Bund zahlt 243 Millionen Euro Schadenersatz:Der Versager und seine Helfer

Ex-Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU)

Die Erinnerung an Andreas Scheuer als Verkehrsminister wird untrennbar mit dem Maut-Desaster verbunden bleiben.

(Foto: Ina Fassbender/AFP)

Andreas Scheuer ist großer Sprücheklopfer und kleiner Sachpolitiker. All die Maut-Millionen, die er in den Sand gesetzt hat, sind nur ein Beleg dafür. Die Frage aber ist: Warum ließ ihn die CSU gewähren?

Kommentar von Klaus Ott

Neulich hat sich Andreas Scheuer wieder einmal in Siegerpose präsentiert. Im Bayerischen Landtag war das, als der CSU-Politiker und vormalige Bundesverkehrsminister zu einem Milliardendesaster beim Ausbau der Münchner S-Bahn als Zeuge aussagen musste. Ein Parteifreund hatte gerade viele Male groß Danke gesagt für das "geduldige Antworten" auf die vielen Fragen und für Scheuers Leistungen als Minister. Als dann die Grünen ein eher ironisch gemeintes "kleines Dankeschön" hinterherschoben, reckte der CSU-Mann seine Arme jubelnd in die Höhe.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusGeplatzte Pkw-Abgabe
:Scheuers Mautdebakel kostet 243 Millionen Euro

Das Prestigevorhaben der CSU war 2019 vor Gericht gescheitert. Nach jahrelangem Rechtsstreit wird nun klar, wie teuer das Pannenprojekt des damaligen Verkehrsministers für die Steuerzahler wird.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: