Bundesregierung:Scholz und Merz, eine hängende Doppelspitze

Bundesregierung: Wenn Friedrich Merz findet, der Kanzler rede zu wenig mit ihm, ist Olaf Scholz der Ansicht, der CDU-Chef rede generell zu viel.

Wenn Friedrich Merz findet, der Kanzler rede zu wenig mit ihm, ist Olaf Scholz der Ansicht, der CDU-Chef rede generell zu viel.

(Foto: Odd Andersen/AFP)

Die CSU schlägt eine große Koalition aus SPD und Union vor. Davon hätte der Kanzler nicht viel, der Oppositionschef gar nichts - und Deutschland ein Problem mehr.

Kommentar von Nicolas Richter

Nein, eine große Koalition mit Olaf Scholz als Chef und Friedrich Merz als Vize wäre keine gute Idee. Es wäre die hängende Doppelspitze zweier Männer, die einander nicht besonders mögen. Merz scheint sich oft darüber zu ärgern, dass Scholz nicht genug mit ihm redet, während Scholz findet, dass Merz generell zu viel redet. Ihre größte Gemeinsamkeit liegt in der sehr tiefen Überzeugung, es besser zu können als der jeweils andere. Ein Bündnis wäre deshalb wohl noch kurzlebiger als die Kooperation des einstigen Kanzlers Gerhard Schröder mit Oskar Lafontaine, seinem Minister, der etwa 140 Tage damit haderte, dass Schröder Nummer eins war und er nicht.

Zur SZ-Startseite
CDU Kanzlerkandidaten

SZ PlusUnion
:Der wilde Tanz ums große K

Die Union hat sich fest vorgenommen, nicht schon wieder über die Kanzlerkandidatur zu streiten. Zwei Jahre vor der nächsten Bundestagswahl geben sich Friedrich Merz, Hendrik Wüst und Markus Söder nun alle Mühe - bislang vergeblich. Und ist da vielleicht noch ein weiterer Interessent?

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: