Aktuelles LexikonWordle

Ein tückisches Wortsuchspiel, das dem Cambridge Dictionary neuen Zulauf beschert.

Von Johanna Pfund

Wordle ist zum Hype geworden. Nein, es handelt sich nicht um eine neudeutsch-schwäbische Form von "Wort". Es ist ein Online-Spiel, erst seit einem Jahr auf dem Markt und eine der schöneren Folgen der Pandemie. Der Programmierer Josh Wardle hat es in der Corona-Zeit für seine Freundin entwickelt. Das Prinzip ist einfach und doch häufig zum Haareraufen: Die Spielerinnen und Spieler müssen ein aus fünf Buchstaben bestehendes englisches Wort erraten, pro Tag eines. Sechs Versuche haben sie. Steht der richtige Buchstabe am richtigen Platz, färbt sich das Kästchen grün, handelt es sich um einen im Wort enthaltenen Buchstaben am falschen Platz, wird das Kästchen gelb. Buchstaben, die keine Treffer sind, zeigen sich dunkelgrau. Na dann, viel Glück. Neuschöpfungen lehnt Wordle leider rigoros ab. Manchmal lässt sich aber das Vokabular auffrischen: Was heißt Faultier auf Englisch? Das Potenzial des Spiels hat die New York Times schnell erkannt und im Februar die Rechte gekauft. Millionen Menschen spielen es mittlerweile, auch eine deutsche Variante gibt es. Jetzt hat das Cambridge Dictionary erklärt, was Wordle sogar beeinflusst hat: Homer, die amerikanische Variante von "Homerun", war am 5. Mai auf Wordle gesucht - und hat offensichtlich Briten, die das Wort nicht kannten, in Scharen auf die Webseite des Dictionary gelockt. Mit der Folge, dass er "Homer" zum Wort des Jahres kürte.

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