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Taser heißen offiziell Distanz-Elektroimpulsgeräte.
Taser heißen offiziell Distanz-Elektroimpulsgeräte. (Foto: Rolf Vennenbernd/Rolf Vennenbernd/dpa)

Die Geräte können einen Angreifer außer Gefecht setzen, ohne ihn lebensgefährlich zu verletzen: Innenminister Alexander Dobrindt will sie nun auch bei der Bundespolizei einsetzen.

Von Martin Anetzberger

Taser sind hierzulande vielen nur aus US-Filmen bekannt. Bradley Cooper und Zach Galifianakis etwa ließen sich in „Hangover“ von Polizisten als Vorführobjekte mit Elektroschocks quälen, um einer Anklage zu entgehen. In immer mehr Polizeieinheiten der Bundesländer sind Taser, offiziell Distanz-Elektroimpulsgeräte (DEIG), mittlerweile im realen Einsatz, von Spezialkräften bis hin zur Streife. Im Zusammenhang mit Messerangriffen bewerben Befürworter DEIGs als milderes Mittel im Vergleich zur Schusswaffe. Der Grund: Sie können aus einigen Metern Abstand abgefeuert werden, im Idealfall treffen die zwei pfeilartigen Geschosse den Angreifer so, dass er sekundenlang kampfunfähig ist und entwaffnet werden kann, ohne Folgeschäden zu erleiden. Die Polizei in München hat kürzlich erneut eine Messerangreiferin erschossen. Innenminister Alexander Dobrindt will künftig auch Bundespolizisten mit Tasern ausstatten. Dazu fehlt noch die gesetzliche Grundlage, es gibt allerdings vier Pilotprojekte. Die Bundespolizei ist für die von Gewalt stark betroffenen Bahnhöfe zuständig.

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