Seit Mitternacht am Mittwoch geht in den Ministerien der amerikanischen Hauptstadt Washington und in Bundesbehörden landesweit nichts mehr, zumindest nicht mehr viel: Shutdown – die US-Regierung stellt ihren Betrieb ein. Ungefähr 750 000 Angestellte sind im Zwangsurlaub. Gehälter werden nur wenigen als unverzichtbar eingestuften Angestellten ausgezahlt. Es geht um Summen, die wohl selbst Großbanker nicht mehr als Peanuts bezeichnen würden: tägliche Ausgaben von etwa 400 Millionen Dollar. Shutdowns gibt es erst seit Anfang der 1980er-Jahre, als der damalige Justizminister sie in zwei Rechtsgutachten für unabdingbar erklärte, wenn das offiziell der Regierung vom Parlament zur Verfügung gestellte Geld aufgebraucht ist – und sich die Parteien im Kongress nicht auf eine neue Finanzierung geeinigt haben. Das war seither zehnmal der Fall. Shutdowns sind bei den Amerikanern alles andere als populär. Und so geht es seit Mittwoch auch darum, wem die öffentliche Meinung die Schuld an der Misere gibt: Trump und seinen Republikanern oder den Demokraten. Wer da den Schwarzen Peter zieht, wird nachgeben.
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Das Kapitol in Washington am 1. Oktober 2025: Bald geht nur noch wenig in den Bundesbehörden der USA.
BRENDAN SMIALOWSKI/AFPZustand des Stillstands in den Bundesbehörden der USA, der den einen zur Demonstration von Macht dient und den anderen Sorge um den Job macht
Von Reymer Klüver