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Seit etwa 30 Jahren auch bei der Bundeswehr im Bestand: das "Patriot"-Flugabwehrsystem. ++
Seit etwa 30 Jahren auch bei der Bundeswehr im Bestand: das "Patriot"-Flugabwehrsystem. ++ (Foto: Axel Heimken/dpa)

Das Raketen-Abwehrsystem hat schon so manche Schlacht geschlagen - und erfreut sich gerade wieder großer Beliebtheit.

Von Joachim Käppner

"Jetzt dürfte wohl jeder so etwas auf seinem Hof stehen haben wollen", schrieb das US-Magazin Newsweek flapsig, als zum Erstaunen des weltweiten Fernsehpublikums grelle Explosionen den Nachthimmel über Israel erhellten. Das war 1991 während des Golfkriegs einer internationalen Allianz gegen Iraks Despoten Saddam Hussein, der seine hochgerüstete Armee in Kuweit hatte einfallen lassen. Obwohl Israel neutral war, ließ er es mit Skud-Boden-Boden-Raketen beschießen. Immer wieder wurden diese von Abwehrraketen des Typs Patriot getroffen - es war das erste Mal, dass ein Abwehrsystem dieser Art gegen ballistische Geschosse eingesetzt wurde. Die USA hatten Patriots von 1985 an in Westeuropa stationiert. Die Patriot ist ein mobiles Kurzstrecken-Abwehrsystem gegen Kampfflugzeuge, Marschflugkörper und Raketen, die es durch ein Multifunktionsradar erkennt und erfasst. Es trägt einen bis zu 90 Kilo schweren Sprengkopf. Das von der US-Firma Raytheon produzierte System ist in vielen westlichen Ländern im Einsatz und wurde mehrmals modernisiert, die Bundeswehr verfügt seit circa 30 Jahren darüber. Sie will Polen nun deutsche Patriot-Batterien zur Verfügung stellen, nachdem das Nachbarland von einer offenbar verirrten Rakete aus dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine getroffen worden war.

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