Das Raumschiff der Nasa-Mondmission „Artemis“ trägt den schönen Namen Orion, nach dem hellsten Sternbild am Himmel. In der griechischen Mythologe war Orion ein Sohn des Meeresgottes Poseidon und vermochte über das Wasser zu laufen. Der riesenhafte Orion galt als geschickter Jäger, prahlte aber unklugerweise, er könne alle Tiere der Erde töten. Die Götter schickten ihm daraufhin einen giftigen Skorpion, der den Angeber durch einen Stich tötete. Orion und der Skorpion aber wurden ans Firmament versetzt, wo ihr Bild für die Ewigkeit scheint. Mythologisch weniger anspruchsvoll, aber ein großer Publikumserfolg wurde 1966 die frühe, heute Kultstatus genießende TV-Serie „Raumpatrouille“, in der Dietmar Schönherr als Major Cliff Allister McLane und Eva Pflug als Geheimdienstoffizierin Tamara Jagellovsk an Bord der Orion die Erde vor allerlei Unbill retten und die Angriffe tückischer Aliens, „Frogs“ genannt, abwehren mussten. Der Serien-Autor Rolf Honold antwortete übrigens vielen Zuschauern, welche die technischen Angaben („Rücksturz zur Erde!“) sehr ernst nahmen und als unseriös bezeichneten: „Sie sollten die technischen Daten vergessen. Es war eine Unterhaltungssendung!“
Aktuelles LexikonWas bedeutet Orion?

Name eines echten wie eines erfundenen Raumschiffs sowie eines allzu selbstverliebten Göttersohnes, der sich als Sternbild am Himmel wiederfand.
Von Joachim Käppner
