MeinungAktuelles Lexikon:Luxusyacht

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Von Johanna Pfund

Schön, groß, teuer und überflüssig, beliebt bei Oligarchen wie Alischer Usmanow.

Die drei Häuser am Tegernsee, die dem usbekischen Oligarchen Alischer Usmanow gehören, kosteten zusammengenommen um die 23 Millionen Euro, also einen vernachlässigbaren Bruchteil dessen, was seine Luxusyacht Dilbar wert ist. Knapp 600 Millionen Euro soll die auf der Lürssen-Werft in Bremen gefertigte Yacht gekostet haben und damit eines der teuersten Schiffe der Welt sein. 156 Meter ist sie lang. Das ist enorm, doch die Dilbar muss in Sachen Länge anderen Schiffen den Vortritt lassen, die meist arabischen oder russischen Milliardären gehören. Auch der vor einigen Jahren gestorbene Microsoft-Mitgründer Paul Allen nahm teil am internationalen Luxusyacht-Wettrüsten. Seine mittlerweile verkaufte Octopus misst zwar nur 126 Meter, hat aber neben dem Hubschrauber auch zwei U-Boote, sieben Beiboote und einen Geländewagen an Bord, gegen gepflegte Langeweile zur See können Kino und Basketballplatz helfen. Natürlich verfügt auch Usmanows Yacht über alle Merkmale einer Luxusausgabe. Der Swimmingpool ist 25 Meter lang, es gibt zwei Hubschrauberlandeplätze und 20 Kabinen. Britische Designer kümmerten sich um eine schöne Innenausstattung. Ob sich an Bord noch andere Werte befinden, das wird die Razzia von Steuerfahndung, Zoll und Bundeskriminalamt zeigen, die derzeit auf der wieder in Bremen liegenden Yacht stattfindet.

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