Aktuelles Lexikon:Krebs

Bei König Charles III. wurde ein Tumor festgestellt. In Deutschland bekommen jedes Jahr etwa 500 000 Menschen die Diagnose.

Von Werner Bartens

Wenn sich Zellen teilen und vermehren, kann es zu Ablesefehlern im Erbgut kommen. Die meisten kann der Körper reparieren oder die Zellen sterben ab. Manchmal wachsen die veränderten Zellen jedoch weiter und wuchern undifferenziert. Es kann dauern, bis aus den krankhaften Zellen ein Tumor entsteht, der Beschwerden verursacht. Auch ionisierende Strahlen und etliche Schad- und Giftstoffe können Zellen so verändern, dass daraus Krebs wird. In Deutschland bekommen jedes Jahr etwa 500 000 Menschen die Diagnose; ungefähr 230 000 Menschen sterben jährlich daran. Nur an Infarkt, Schlaganfall und anderen Herzkreislaufleiden sterben noch mehr Menschen. Fortschritte in Therapie und Prävention haben dazu geführt, dass immer mehr Menschen Krebs überleben - oder zumindest länger leben. Die Erfolge sind besonders groß in der Behandlung von kindlichen Leukämien, Hoden- und Brustkrebs. Welcher Krebs bei König Charles III. festgestellt wurde, ist noch ungewiss. Wichtig für die Prognose sind die Details, das heißt etwa, wie groß der Tumor bereits ist, ob er über bestimmte Oberflächenmerkmale verfügt und womöglich schon gestreut hat. Je nachdem kann dann auch ein im Durchschnitt besonders aggressiver Krebs einen milderen Verlauf nehmen - und umgekehrt.

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