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Die Garderobe der Wahl fürs Staatsbankett, die auch manchen Frauen gut steht.

Von Johanna Pfund

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Wenn sich an diesem Mittwochabend die Gäste in Schloss Bellevue beim Staatsbankett zu Ehren des britischen Königs Charles III. und seiner Gemahlin Camilla versammeln, dürfen die Frauen in Abendkleidern verschiedenster Farben glänzen, während die Männer allesamt ein selten gewordenes Kleidungsstück tragen werden: einen schwarzen Frack. Ein Herrenrock, vorne bis zur Taille reichend, hinten mit zwei langen, fast bis zu den Kniekehlen fallenden Schößen, die den Trägern - wenn sie denn schnell schreiten - eine Aura wehender Energie verleihen. Das mag im Fall von Wilhelm Buschs "Lehrer Lämpel" den so Gekleideten der Lächerlichkeit preisgeben. Nach Ansicht des Protokollchefs in Berlin aber wird der Frack dem Bankett eine besonders festliche Note verleihen. Unbedingt wichtig: weiße Fliege dazu und eine Taschenuhr, keinesfalls eine Armbanduhr. So viel Stil muss sein, wenn ein echtes Monarchenpaar im republikanischen Berlin zu Gast ist. Letztlich ist es auch eine Hommage an die britische Insel. Denn der Frack wurde Mitte des 18. Jahrhunderts nach zwei Vorbildern entwickelt, dem Frock, dem Herrenrock englischer Bürger, und dem Soldatenrock. Wobei auch Frauen so ein Stück tragen können - bei Marlene Dietrich erfüllten Frack wie Abendrobe gleichermaßen ihren Zweck: Sie kleideten sehr, sehr gut.

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