Auf die Einzigartigkeit des Fingerabdrucks verlassen sich nicht mehr nur Kriminalisten, sondern längst auch Computernutzer. Ein Tätscheln eines Sensors, und schon erhält der Besitzer des Geräts Zugang - und nur der. Oder kann das auch mal schiefgehen? Grundsätzlich taugt der Fingerabdruck extrem gut zur Identifikation einer Person. Die Hautrillen auf den Fingerkuppen, auch Papillarleisten genannt, sind höchst individuell, nicht einmal bei eineiigen Zwillingen entwickeln sie sich gleich, neben den Genen spielt dabei etwa auch die Bewegung des Embryos im Mutterleib eine Rolle. Erst unter 64 Milliarden Menschen dürften zwei dabei sein, die sich gegenseitig die Handys entsperren können. Dass man diese Abdrücke auch mit bloßem Auge unterschieden kann, hat der 3D-Grafiker Martin Reiß am Samstag in der Sendung "Wetten, dass ..." eindrücklich bewiesen, als er unter mehr als tausend Fingerabdrücken binnen einer Minute jeweils den einen fand, der ausgetauscht wurde. Trotzdem ist die Identifikation einer Person über den Fingerabdruck nicht fälschungssicher: Computersensoren lassen sich überlisten, und in der Kriminalistik kann Schmutz die Abdrücke verfälschen. Besser also, man hat einen Fingerabdruck, der sich von dem eines Verbrechers so deutlich unterscheidet, dass selbst Thomas Gottschalk das sofort auffallen würde.
Aktuelles LexikonFingerabdruck
Extrem individuelles Körpermerkmal, mit dem sich der neue Wettkönig bei "Wetten, dass" besonders gut auskennt.
Von Christina Berndt