Aktuelles LexikonExmatrikulation

Der letzte Verwaltungsakt am Ende einer Studienzeit - in den meisten Fällen heiß ersehnt, in einigen wenigen erzwungen.

Von Johanna Pfund

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Eigentlich ist die Exmatrikulation ein Vorgang, der völlig normal ist. Sie besagt nur, dass der Student oder die Studentin aus den Listen, den Matrikeln, der Universität gestrichen wird, da das Studium beendet wurde. Also ein Vorgang, den sich alle herbeiwünschen, die mit großen Zielen ein Studium aufnehmen und sich Prüfung für Prüfung näher an den Zeitpunkt der Exmatrikulation heranarbeiten. In manchen Fällen exmatrikuliert man sich auch, wenn klar geworden ist, dass eine solide Ausbildung vielleicht doch die bessere Wahl ist und zu einem Beruf führt, der ein vernünftiges Leben ermöglicht. In seltenen Fällen greift eine Universität zum Mittel der Exmatrikulation als Bestrafung. Dafür müssen aber schon triftige Gründe vorliegen, von denen das Nichtbezahlen bestimmter Gebühren wohl der häufigste ist. Ansonsten muss, wie die Plattform Studium-Ratgeber erläutert, schon Schwerwiegendes vorliegen. Etwa, dass jemand Kommilitonen Gewalt androht oder antut oder universitäre Veranstaltungen behindert. Die Beurteilung, ob das auf die jüngsten Vorfälle an der Freien Universität Berlin zutrifft, das obliegt jetzt erst einmal der Staatsanwaltschaft.

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