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Kann man zählen, war im Spiel der Bayern gegen Leverkusen aber nicht entscheidend.

Von Martin Schneider

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Wer hat den Ball, und wer hat ihn nicht? Das ist in den zahlreichen Fußball-Statistiken eine elementare Frage. In den unendlichen Zahlentabellen, die auch nach dem Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern erschienen, wird die Frage unter der Zeile "Ballbesitz" oder "Ballkontakte" beantwortet. Für ganze Mannschaften sind das in der Regel Prozentzahlen, für einzelne Spieler werden wirklich die Kontakte gezählt. Und siehe da: Der FC Bayern hatte 61 Prozent Ballbesitz, die meisten Kontakte Bayern-Spieler Eric Dier, 129 waren es. Das Problem: Die Münchner verloren das Spiel 0:3. Tatsächlich ist es mit dem Ballbesitz und den Ballkontakten wie bei fast jeder Statistik: Ohne Kontext ist sie fast wertlos. "Wir waren sehr dominant ohne Ball", urteilte Leverkusens Trainer Xabi Alonso nach dem Spiel. Spitzenmannschaften, wie es Bayern und Leverkusen sind, neigen nämlich normalerweise dazu, mit dem Ball dominant zu sein. Klar, sonst wären sie keine Spitzenmannschaften. Am Samstag aber bewies Alonso, dass sein Team beides kann. Alonso selbst hielt übrigens einmal den deutschen Rekord für die meisten Ballkontakte in einem Spiel. 204 Mal berührte er die Kugel in 90 Minuten. Mittlerweile steht die Bestmarke bei 214.

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