Hubert Aiwanger hat gerade das Foto einer Tankstelle auf Facebook gepostet, genauer gesagt der Preistafel dort. „Ihr spinnt wohl“, schreibt der stellvertretende bayerische Ministerpräsident und Landes- wie Bundesvorsitzende der Freien Wähler dazu. Gemeint sind damit aber nicht die Mineralölkonzerne. Sondern die Bundesregierung, wegen ihrer Steuerpolitik und auch „die Politik“ an sich. Da blitzt der alte Aiwanger durch, der sich trotz Staatsamt und Dienstwagen gern als einer der kleinen Leute im Kampf gegen die politische Kaste darstellt, gegen „die da oben“. Wie einst bei der Demo gegen das Heizungsgesetz – als er „die Demokratie zurückholen“ wollte. Für Aiwanger geht es jetzt um viel an diesem Wahlsonntag, bei den Kommunal-Stichwahlen in Bayern und bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz.
MeinungWahlenAiwanger gibt sich mal wieder wütend

Kommentar von Johann Osel
Lesezeit: 2 Min.

Am Sonntag geht’s für die Freien Wähler um viel, in Rheinland-Pfalz, vor allem aber bei den Stichwahlen in Bayern. Also tut ihr Chef so, als sei er kein Minister, sondern ein Rebell vom Land.
