MeinungGrüne:Die Postenvergabe an Anne Spiegel ist politisch instinktlos

Kommentar von Jana Stegemann

Lesezeit: 1 Min.

Ex-Familienministerin Anne Spiegel (Mitte) nimmt an der Regionsversammlung Hannover teil.
Ex-Familienministerin Anne Spiegel (Mitte) nimmt an der Regionsversammlung Hannover teil. (Foto: Shireen Broszies/dpa)

Die einstige Umweltministerin von Rheinland-Pfalz geriet wegen ihres mangelhaften Managements der Flutkatastrophe im Ahrtal schwer in die Kritik und musste später als Bundesfamilienministerin zurücktreten. Und doch schanzt ihre Partei in Hannover ihr jetzt ein Amt zu.

Etwa 350 Kilometer trennen Hannover vom Ahrtal, aber die Fraktion der Grünen in der Region Hannover hätte zusammen mit SPD-Regionspräsident Steffen Krach dort hinfahren sollen. Sich mit den Menschen unterhalten, denen die Flutkatastrophe 2021 alles genommen hat: ihre Liebsten, ihre Heimat, ihre Hoffnung. Sie hätten auch Helmut Lussi, den Bürgermeister von Schuld, treffen können, dem das Wasser den Ort wegspülte, der aber kurz danach neben Angela Merkel stand und in die Kameras der Welt weinte und aus den Herzen der Menschen sprach. Das Mindeste wäre gewesen, sich den Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses Flut aus Rheinland-Pfalz durchzulesen.

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