In den populistischen Geschichten, die AfD-Führungsfiguren oft erzählen, haben die anderen Parteien einen festen Platz als gierige Gesellen, die auf Kosten der Steuerzahler leben. Anfang Juni erst wetterte die AfD-Spitze gegen die Erhöhung der Diäten von Bundestagsabgeordneten. Diese geschieht automatisch, muss aber vom Bundestag gebilligt werden. Wenn die AfD in Regierungsverantwortung sei, dann werde dieses Vorgehen „abgeschafft“, sagte AfD-Chefin Alice Weidel. Und ihr Stellvertreter Stephan Brandner ereiferte sich im Bundestag, der Anstieg der Diäten werde jetzt „zack, zack“ und „hopp, hopp so am späten Nachmittag“ im Parlament durchgewinkt. Schon vier Wochen später zeigt sich: Das ist scheinheiliges Geschwätz.
MeinungBundestagDas kann man von der AfD lernen: wie man sich selbst bedient

Kommentar von Roland Preuß
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Gierig sind immer nur die anderen: die AfD-Vorsitzenden Tino Chrupalla und Alice Weidel.
Maryam Majd/Getty ImagesDie Fraktion verdoppelt mal eben die Zulage für ihr Spitzenpersonal: Für Alice Weidel und Tino Chrupalla macht das 12 000 statt bisher 6000 Euro. Noch Fragen?
