Die ARD startet ein neues Informationsformat zur Coronakrise. Die vertiefende Sendung ARD Extra solle "im Prinzip täglich" um 20.15 Uhr im Anschluss an die Tagesschau im Ersten zu sehen sein, sagte Programmdirektor Volker Herres in einer Video-Pressekonferenz am Dienstag. Wochenweise sollen verschiedene Landesrundfunkanstalten die Federführung übernehmen.
Bei der ARD stellt man sich derzeit auf längere Engpässe bei der Produktion des Programms durch das Coronavirus ein: Der Vorsitzende Tom Buhrow sagte, dass es Beratungen über die Möglichkeit gebe, das Programm bei den Regionalangeboten zu bündeln. Als Sicherheitsmaßnahme habe man bereits die Belegschaften in allen Landesrundfunkanstalten in Teams aufgeteilt: Ein Teil arbeitet im Homeoffice, ein Teil vor Ort.
Zugleich soll das Angebot zum Thema Corona weiter ausgebaut werden, kündigte Buhrow an. Das WDR-Radioprogramm Cosmo etwa soll künftig im Internet auch eine Nachrichtensendung mit Gebärdensprache anbieten. Auch eine Aufstockung des WDR-Fremdsprachenangebots sei angedacht. Cosmo sendet bereits täglich in mehreren Sprachen, WDRforyou berichtet auf Arabisch, Persisch, Englisch und Deutsch auch über Corona. Der Bayerische Rundfunk geht in eine ähnliche Richtung: Per Newsticker informieren BR24 und Bayern 2 seit Dienstag auch auf Englisch, Türkisch, Italienisch, Bosnisch, Kroatisch, Serbisch und auf Arabisch über die neuesten Entwicklungen.