Vor einigen Jahren haben Forscher festgestellt, dass es Menschen gibt, die nicht imstande sind, rhythmisch zu klatschen. Sie bringen ihren inneren Rhythmus mit einem externen nicht in Einklang, „Beat Deafness“ nennt sich dieses Phänomen. Dass Rhythmustaubheit weiter verbreitet ist, als man vielleicht annehmen würde, lässt sich im „ZDF-Fernsehgarten“ gelegentlich beobachten. Einmal war Heinz Rudolf Kunze zu Gast und sang „Hunderttausend Rosen“, weiß Gott nicht seine stärkste Nummer. „Hunderttausend Rosen, für die Hoffnungslosen, plötzlich geht die Sonne wieder auf“: dazu das so eifrige wie monotone Patsch-Patsch-Patsch eines Publikums, das großzügig verteilt und zugleich dicht gedrängt in der unverwechselbaren „Fernsehgarten“-Naturkulisse herumstand und herumsaß. Ein Ereignis.
40 Jahre „ZDF-Fernsehgarten“Tischgrill der Nation
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Musik, Comedy, Lebenshilfe und Brutzelei: Warum der „ZDF-Fernsehgarten“ so erfolgreich ist? Weil es kein Format, sondern ein Ritual ist.
Von Holger Gertz
