Öffentlich-RechtlicheWie sich Weimer zum Trittbrettfahrer der AfD-Forderungen macht

Lesezeit: 4 Min.

Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien, drängt auf Veränderungen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien, drängt auf Veränderungen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der Kulturstaatsminister hat mal wieder laut darüber nachgedacht, ARD und ZDF zusammenzuschrumpfen. Warum das berichtenswert ist? Weil der Zeitpunkt dieser Aussagen pikant ist.

Von Stefan Niggemeier

SZ bei Google bevorzugen

Medienstaatsminister Wolfram Weimer denkt über eine Privatisierung des ZDF und eine Zusammenlegung von ARD-Anstalten nach. So formuliert es die Nachrichtenagentur KNA, und genau genommen ist das keine Nachricht. Weimer denkt darüber schon seit vielen Jahren nach. „Sollten wir das ZDF nicht besser privatisieren?“, fragte er im Januar 2017 in einem Gastbeitrag für den Branchendienst Kress. Und dachte bei der Gelegenheit auch laut darüber nach, ob es nicht ein Problem sei, wenn das öffentlich-rechtliche System „mehr als 8 Milliarden Euro an Zwangsbeiträgen erhält“. Am Z-Wort erkennt man die besonders fundamentalen Kritiker von ARD und ZDF, und Weimar ließ damals keinen Zweifel daran, dass er zu jenen gehörte. Es sprach von einem „staatsnahen, super-alimentierten System“ und verband mit einem kommerziellen ZDF die Vorstellung, es so „aus den Fängen der Parteien endlich (zu) befreien“.

Zur SZ-Startseite

Fernsehen
:Nach dem Sandmännchen kommt die AfD

Ulrich Siegmund durfte kurz vor der Wahl 30 Minuten in den „Logo!“-Kindernachrichten reden. Nun will der Kika erneut ein AfD-Interview senden – trotz 300 000 Unterschriften, die das verhindern wollen.

SZ PlusVon Thore Rausch

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: