W&V: Aus für Männermagazin "FHM" Kein Erfolg für Männer-Titel

Das Magazin "FHM" steht vor dem Aus. Damit ist wieder einmal ein Männertitel weg vom Markt. Und das zeigt: Das Segment ist generell am Schrumpfen.

Von Manuela Pauker

Als Attic Futura im Oktober 2000 die deutsche Ausgabe von FHM launchte, waren die Erwartungen groß: "Die Nr. 1" wollte der damalige Verlagsleiter Sven Schrader am hiesigen Kiosk werden. Doch FHM konnte nie zur Spitze aufschließen. Die deutsche Egmont Holding, die FHM 2005 beim Kauf von Attic Futura übernommen hatte, gibt den Titel, der zuletzt knapp zwölf Prozent seiner Auflage verlor, mit der Doppelausgabe Januar/Februar 2011 auf.

Schon wieder ein Abschied: Die "FHM"-Doppelausgabe Januar/Februar ist vorerst einmal die letzte ihrer Art.

(Foto: dapd)

Nicht der erste Männertitel, der sich in jüngster Zeit verabschiedet hat. Bauer machte im März 2008 den Anfang, als er seinen Matador aus der Arena schickte. Springer hatte Maxim Anfang 2008 an Marquard Media weitergereicht, die im April 2009 endgültig die Reißleine zogen. Und Penthouse, das nie wirklich in Fahrt kam, gab in diesen Sommer auf.

Um die verbleibenden Leser und Anzeigenkunden im Segment buhlen nun vorrangig Playboy, GQ und Men's Health. Sie konnten zuletzt ihre Auflagen halten, teilweise auch steigern. Vielleicht trotz allem ein Anreiz für einen neuen Verlag, FHM weiterzuführen - Lizenz eigner Bauer führt bereits Gespräche.

2010 - das Jahr der Männermagazine

Experimente für den Mann