Wunschfunk Keine Krimis!

Was sich das Publikum vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk wünscht. Den zehnten und letzten Fragebogen der Serie beantwortet der Youtube-Filmkritiker Robert Hofmann.

Was soll öffentlich-rechtlicher Rundfunk bieten? Und was darf er kosten? Antworten darauf haben die Ministerpräsidenten der Länder in den vergangenen Wochen gesucht. Die Süddeutsche Zeitung befragt das Publikum in einem täglich erscheinenden Fragebogen zu ihren Wünschen, ihren Vorstellungen und ihrer Kritik. Den zehnten und letzten beantwortet Robert Hofmann, Filmkritiker auf Youtube mit knapp 570 000 Followern.

Woran denken Sie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk zuerst?

An das ZDF, die ARD, die Mediatheken und den Rundfunkstaatsvertrag sowie Sport-und Nachrichtensendungen.

Wann und wie viel schauen Sie fern?

Lineares Fernsehen schaue ich maximal eine Stunde pro Woche.

Welche Sendungen sehen und hören Sie denn gerne?

Das Angebot der Dokumentationen und Reportagen in der ZDF Mediathek, hier im Speziellen Planet E. Außerdem schaue ich die täglichen Nachrichten, am liebsten das Heute-Journal.

Bei welcher Sendung schalten Sie ab?

Bei nahezu sämtlichen fiktionalen Inhalten und besonders bei den deutschen Krimiserien.

Glauben Sie, die Sender sollten mehr Freiheit über ihre Programme bekommen?

Ich finde zumindest, dass ihre Inhalte gewagter sein sollten. Dennoch darf kein Quotendruck entstehen, denn ich persönlich genieße es sehr, dass im Programm der öffentlichen Sendeanstalten für jeden etwas dabei ist.

Wenn Sie Intendant wären, was würden Sie sofort ändern? Was langfristig umgestalten?

Da fehlt mir für eine Antwort die notwendige Fachkenntnis über das gesamte Programm der angesprochenen Sendeanstalten, um eine qualifizierte Aussage treffen zu können.

Wenn es Ihnen überlassen wäre, wie viel würden Sie pro Monat für das Programm zahlen, das die Öffentlich-Rechtlichen bieten?

Da ich aktuell nur die Mediatheken nutze und dort auch nur im Bereich der Nachrichten und Reportagen unterwegs bin, fände ich fünf Euro pro Monat angemessen. Mit einer qualitativen Steigerung der Inhalte aber wäre ich durchaus bereit, bis zu 30 Euro pro Monat zu zahlen.