Intendantenwahl beim WDR:Wird es etwa der hier?

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Entschlossener Kandidat: ARD-aktuell-Chefredakteur Helge Fuhst. (Foto: Hendrik Schmidt/dpa)

Der WDR sucht die Nachfolge für Tom Buhrow. Stabile Mehrheiten gibt es nicht, dafür etwas Schöneres: eine mögliche Überraschung.

Von Claudia Tieschky

Am 27. Juni wird in Köln eine neue Senderleitung für den WDR gewählt, und diese Wahl ist besonders, weil sie eine Riesenüberraschung werden könnte. Man verletzt keine Fairness, wenn man darauf hinweist, dass allein die Koppelung der Wörter „ARD“ und „Riesenüberraschung“ bei geübten Betrachtern gewisse Irritationen auslösen. Also das Gegenteil jener Anmutung, die sonst mitschwingt beim öffentlich-rechtlichen Vokabular zum Themenfeld Reform („Kooperation“, „übergreifende Steuerung“, „geht konsequent den Weg“). Überraschung ist ja auch inhaltlich der zentrale Mangel im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, einschließlich seiner Satiresendungen, Tatorte, Fernsehfilmfamilien und immergleichen Talks. Überraschenderweise hat Überraschung in diesen Zeiten wenig mit Lockerheitsdemonstration zu tun, sondern umso mehr mit Ernsthaftigkeit.

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