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W&V: Zwei neue Landmagazine:Immer mehr Verlage beackern den Markt

Inzwischen gibt es rund zehn Zeitschriften, die vom ländlichen Trend profitieren wollen. Die Nummer zwei im Segment ist mit rund 160.000 verkauften Exemplaren bislang die Zeitschrift Landidee, die die WAZ-Tochter Gong im August 2009 zusammen mit der Münchner Verlagsgruppe Geranova-Bruckmann auf den Markt brachte.

W&V: Hochglanz-Landleben

Die "Landlust" und ihre Konkurrenten

Hinzu kommen Liebes Land aus dem Hannes-Scholten-Verlag (rund 80.000 Hefte) und der bislang noch unregelmäßig erscheinende Titel Landleben des Münchner IPM-Verlags (rund 25.000 Exemplare). Der schwedische Verlag LRF buhlt seit Juni mit einer deutschen Version seiner Zeitschrift Landliv um Leser (W&V 23/10). Und mit Axel Springer hat ein weiterer Großverlag das Genre im Visier. Dessen Bild-der-Frau-Ableger Landpartie erschien bislang einmal.

Alle Titel konnten den Höhenflug des Originals nicht bremsen. Im Gegenteil: Das Segment gedeiht, wächst und liegt inzwischen bei deutlich über einer Million verkauften Heften. Mit der Burda-Offensive mehren sich allerdings Anzeichen für einen Wandel zum Verdrängungswettbewerb. Grossozahlen, die W&V vorliegen, zeigen in der Einführungsphase von Mein schönes Land einen leichten Rückgang der Landlust-Kioskverkäufe. Burdas Landküche-Ableger dürfte ein Vorbote für weitere Spezial-Hefte mit bäuerlichem Touch sein. Auch die WAZ-Gruppe denkt über Sonderhefte ihrer Landidee nach.

"Burda ist mit hohem Druck in den Markt gekommen", bestätigt Landwirtschaftsverlags-Geschäftsführer Karl-Heinz Bonny. "Davon haben wir allerdings bei unserer Auflagenentwicklung noch nichts gespürt." Eine "Konterstrategie" gegen die Klone hält er nicht für nötig. "Der große Zuspruch unserer Leser spricht für sich."

Auch bei den Nachbarn: Eine Schweizer Ausgabe ist zusammen mit Ringier in Arbeit. Dabei hatte wohl auch Landlust selbst ein Vorbild. So soll sich der Landwirtschaftsverlag beim Start 2005 auch vom niederländischen Erfolgstitel Landleven inspirieren haben lassen. Das Heft, das seit 2004 bei Reed Business erscheint, hat im Nachbarland seit 1997 einen ähnlichen Siegeszug wie Landlust hingelegt.

"Wir müssen jetzt von der Plagiatdiskussion wegkommen", meint Gong-Manager Claus-Dieter Grabner. "Es ist nun eine neue Gattung entstanden. Die Entwicklung unterscheidet sich nicht von anderen Segmenten. Da war auch einer zuerst da, und andere sind nachgezogen."

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