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W&V: Zwei neue Landmagazine:Die Landluft wird dünner

Mit zwei neuen Heften mischt Burda das Segment der Landmagazine auf. Noch thront Auflagenkönig "Landlust" weiter über der Konkurrenz. Aber der Kampf am Kiosk wird härter.

Die vierteljährliche Veröffentlichung der Auflagenzahlen gerät beim Landwirtschaftsverlag Münster stets zum Feiertag. So auch die für das zweite Quartal. Da durchbrach das Magazin Landlust die Schallmauer von über 700.000 verkauften Heften. Die westfälische Cashcow zählt inzwischen zu den 20 bestverkauften deutschen Zeitschriften - noch vor Kiosk-Klassikern wie Brigitte und Bunte.

Landlust und Mitbewerber

Burdas "Mein schönes Land" ist einer der Titel auf den Spuren von "Landlust".

(Foto: online.sdemedien)

Der Höhenflug des Auflagenwunders scheint ungebrochen, doch die Luft wird dünner. Immer mehr Konkurrenten wollen ein Stück vom lukrativen Landkuchen und schicken eigene Magazine ins Rennen. Die größte Attacke startete im März Verlagsriese Hubert Burda Media. Die Erstausgabe von dessen Neuling Mein schönes Land verkaufte sich 165.000 Mal. "Wir haben auf Anhieb Platz zwei hinter dem Marktführer erreicht", frohlockt Burda-Living.net-Marketingchef Malte Schwerdtfeger. "Damit sind wir sehr zufrieden."

Doch hat sich der Verlag den Erfolg mit hohen Druck- und Vertriebskosten wohl teuer erkauft. Die Startauflage lag bei 400.000 Heften, die Remissionsquote war entsprechend hoch. "Burda wird draufzahlen", sagt ein Vertriebsmanager.

Den nächsten Landjäger mit dem Titel Meine Landküche schickt der Offenburger Großverlag diese Woche an die Front. Im Stil des Schwesterblatts hat Burda ein Rezepte- und Reiseheft zusammengerührt. Wie Mein schönes Land kommt es zunächst als Test auf den Markt und soll bei Erfolg zweimonatlich erscheinen. Der Erfolg von Landlust fordert Burda wie keinen anderen Verlag heraus. Das Magazin hat sich auf einem Feld breitgemacht, das der Verlagskonzern seit Jahrzehnten mit Heften wie Mein schöner Garten, Wohnen & Garten oder Meine Familie und ich erfolgreich beackert.

Burda soll deshalb dem Landwirtschaftsverlag einst ein Kaufangebot für seinen Bestseller gemacht haben, was beide Seiten allerdings nicht bestätigen. Von allen Landlust-Epigonen weist die Titeloptik der Burda-Blätter die größte Ähnlichkeit zum Münsteraner Original auf. Burda-Manager Schwerdtfeger weist den Vorwurf der Kopie jedoch zurück. "Wir verfolgen einen eigenen Ansatz und bauen dabei auf unsere große Expertise im Gartensegment."

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