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W&V: Erfolgsmodell im Pay-TV:Unkonventionelle Werbung für "Californication"

Und der Serien-Junkie ist bereit, für seine Sucht zu bezahlen. Diese Erfahrung machte Sky mit der achten Staffel des Action-Epos 24: Wer die jeweils nächste Folge vorab sehen wollte, zahlte gerne drei Euro. Ein Experiment, das nach Unternehmensangaben funktionierte. Konkurrent Entertain verdient, wenn verpasste Folgen oder ältere Serien per Video-on-Demand abgeholt werden.

Auch der Netzbetreiber Kabel Deutschland weiß um die Bedeutung des Genres: "Serien bewegen sich auf Augenhöhe mit Spielfilm, Sport oder Dokumentation." Deshalb hat das Münchner Unternehmen reine Seriensender wie TNT Serie oder Fox in seine Pakete aufgenommen.

Das Genre könnte dem Image von Bezahlfernsehen noch mehr nutzen, würde dafür die Trommel gerührt. Sky Deutschland bewirbt beispielsweise mehrere Serien in einem Kampagnenmotiv, aber keinen einzelnen Event. So wurde Mad Men in Deutschland erst bekannt, als Konkurrent ZDFneo die Städte damit plakatierte.

Die Spartensender hingegen sind schon jetzt sehr rührig. Turner-Deutschland-Chef Hannes Heyelmann ließ Printanzeigen, TV-Spots und Online-Banner für Boardwalk Empire schalten. Das Ergebnis: "Die Berichterstattung zum Start von Martin Scorseses erstem Fernsehprojekt war enorm. Gerade auch in Medien, die sonst selten über Pay-TV berichten, wie zum Beispiel der Spiegel", resümiert Heyelmann.

Unkonventionell warb Sender Sony für die drittel Staffel von Californication. Das Unternehmen rief zur Wahl der "sexiest Studentin" auf und lieferte damit mehr als drei Monate lang Gesprächsstoff für die Erstausstrahlung.

Grundsätzlich rät Mirjam Laux , Geschäftsführerin des Fox Channels: "Man sollte das Erlebnis Premiumfernsehen in den Vordergrund stellen und nicht das Bezahlen. Wenn jemand Schokolade kauft, spricht man ja auch nicht von Bezahlschokolade."

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