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Volker Herres:Gegenwind nach Aussagen über Show-Frauen

Der ARD-Programmdirektor Volker Herres hat seine Aussage über zu wenige Frauen als Moderatorinnen im Ersten präzisiert. Herres' Äußerungen in der Bild am Sonntag hatten eine lebhafte Debatte in den sozialen Medien entzündet. Der ARD-Programmchef hatte zunächst ein Defizit an Frauen in der Unterhaltung im Ersten diagnostiziert. Auf die Frage, wer als Moderatorin für eine große Show in Frage käme, gab Herres die Frage zurück: "Wüssten Sie jemanden?". Ihm falle derzeit kein Pendant etwa zu Kai Pflaume ein, "der mit seiner Empathie und Zugewandtheit ein so große Mehrheiten für sich begeistert". Auf die erneute Nachfrage, woran das liege, antwortete Herres, man treffe eben in der Showunterhaltung nicht viele Frauen an, er habe aber nicht den Eindruck, dass es an Diskriminierung liege. Dennoch würde er das gerne ändern. "Falls wir also jemand übersehen haben, darf man sich gern bei uns melden."

Dass Herres da womöglich tatsächlich etwas übersehen hat, legten die Reaktionen nicht nur von Frauen auf Twitter nahe, unter anderem von Eva Schulz, Dunja Hayali und Carolin Kebekus. Herres erklärte nun, erneut in der BamS: Gesprochen habe er "selbstkritisch über die männliche Dominanz in der großen Samstagsabendshow". Bei einem neuen Showkonzept für diesen Sendeplatz würde er sich selbstverständlich für eine Frau starkmachen, sagte Herres.

© SZ vom 15.06.2020 / SZ
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